Gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei

Frauenhandel

Nach Bayern werden Frauen vor allem aus Süd- und Osteuropa (z.B. Bulgarien)  gehandelt und hier mit Gewalt oder durch Erpressung zur Prostitution oder zu einer schlecht oder gar nicht bezahlten Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen gezwungen. Sie sind meist zwischen 18 und 25 Jahren alt, manche auch jünger.

 

Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden, kann auch die Polizei nicht immer als Opfer erkennen. Sie werden dann inhaftiert, für illegale Arbeit oder Prostitution bestraft, und teilweise müssen sie ausreisen.

Es gibt spezialisierte Beratungsstellen, die die durch die erlebte Gewalt traumatisierten Frauen betreuen. Die sechs bayerischen Beratungsstellen von Jadwiga und Solwodi können die Frauen unterstützen, sie mutter-sprachlich beraten, eine sichere Unterbringung für sie finden, sie zu Ärzten begleiten und materielle Grundsicherung für sie beantragen.  Es gibt jedoch Probleme bei der Finanzierung von Psychotherapie oder einer Sucht-behandlung. Auch die Qualifizierung der Frauen für andere Berufe ist nur durch Spenden zu finanzieren.

Opfer von Menschenhandel haben massive Gewalt erlitten und brauchen daher Hilfe. Diese steht ihnen nach europäischen Rechtsnormen zu.

Wir fordern:

  1. Qualifizierte soziale, psychologische und medizinische Hilfe für alle Opfer von Menschenhandel
  2. Angebote zur Qualifizierung der Frauen hier oder im Heimatland
  3. Finanzielle Sicherung der Arbeit der bestehenden Beratungsstellen
  4. Das Recht auf einen Aufenthalt für alle Opfer von Menschenhandel,   unabhängig von ihrer Aussage als Zeugin
  5. Aufklärung in den Herkunftsländern
  6. Verantwortliches Handeln der Kunden in der Prostitution
  7. Prävention von Männergewalt gegen Frauen und Kinder in unserer Gesellschaft

Bitte unterstützen Sie unsere Kampagnen für eine Verbesserung der Recht und der Hilfe für Opfer von Menschenhandel!

Aktuelles zum Thema Frauenhandel

 

 

Weitere Information im Faltblatt: Frauenhandel Stoppen

TERRE DES FEMMES unterstützt die Präventionsarbeit gegen Frauenhandel in Osteuropa. Bitte helfen Sie uns und spenden Sie für das Projekt Florika in der bulgarischen Stadt Burgas. Das Projekt klärt jungen Frauen über die Risiken dubioser Arbeitsangebote auf. Florika setzt sich zudem sehr für sozialen Wandel und eine Besserstellung von Mädchen und Frauen ein, denn in der Roma- Gemeinde, in der sie arbeiten, müssen Mädchen schon mit 12 Jahren heiraten und ihren Schulbesuch beenden. Sie sollen ihre Schule abschließen und einen Beruf erlernen können.

Ohne Perspektiven in ihrer Heimat fallen sie nur zu leicht auf die Angebote von Menschenhändlern herein.

 

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